Auslastung und Leerlauf

Ist es ein Beitrag zur Ressourcenschonung, wenn die Rüstzeiten einer Maschine verkürzt und die Auslastung von 80 % auf 90 % erhöht wird? Ja! Denn jede Produktion hat auch Kosten und Ressourcenverbräuche durch Leerläufe. Das betrifft im einfachsten Fall die Heizung und Beleuchtung der Produktionshallen, kann im Einzelfall aber auch energieintensive Hilfsprozesse wie Druckluft- und Kühlschmierstoff bereitstellung, Prozesskühlung, etc. betreffen. Mit der erhöhten Auslastung der Maschinen wird somit die Gesamteffizienz des Systems erhöht, weil sich diese nicht-proportionalen Offset-Verbräuche auf einen höheren Ertrag verteilen.





In vielen Fällen lassen sich aber auch die Leerläufe von Versorgungssystemen optimieren.

So kommt es in der Produktion immer noch häufig vor, dass in Nichtproduktionszeiten Systeme nicht abgeschaltet werden, sondern nur auf Standby stehen. Dabei handelt es sich oft um Kühl- und Druckluftversorgungen, Licht und Heizungssysteme. Die Produktionssicherheit steht hier oft im Vordergrund, manchmal auch die Bequemlichkeit. Doch die Leerlaufverbräuche summieren sich zu beträchtlichen Werten. Aufschlussreich ist hier die Messung des Energieverbrauchs von Produktionshallen je nach Schichtmodell, z.B. an Wochenenden oder in den Nachtstunden. Auf diese Weise lassen sich Energieeinsparpotenziale von bis zu 10 % finden.