Stoffstrommodellierung
Die Produktion eines Unternehmens kann sehr einfach aufgebaut sein oder (was der häufigere Fall ist) sie ist ein hochkomplexes System aus verschiedenen, über Material- und Energieströme vernetzten Einzelprozessen. In solchen Systemen ist es mitunter schwierig, Einsparpotenziale auf Anhieb zu identifizieren und die Konsequenzen von Änderungen im System (z.B. an den Prozessen) zu überschauen.

Solche Systeme können am Computer modelliert werden. In der Produktionslogistik sind Simulationen üblich, mit denen zeit- und objektscharf Abläufe dargestellt und optimiert werden können. Im Bereich des Energie- und Stoffstrommanagements bildet man Stoffstromsysteme eher periodenbezogen ab, d.h. es werden die Flüsse und Lagerbestände einer bestimmten Zeitperiode dargestellt. Was nicht unmittelbar gemessen wird, kann aus Erhaltungssätzen oder Verfahrensbeschreibungen errechnet werden. D.h. es wird ein großes Mengengerüst aufgebaut, das alle relevanten Angaben entweder aus Messungen oder Berechnungen enthält. Ein solches Mengengerüst kann beispielsweise dazu genutzt werden, interne Verrechnungspreise von Zwischenprodukten oder Hilfs- und Betriebsstoffen zu berechnen, den Energie- und Materialbedarf einzelner Produkte zu errechnen oder die Planzustände der Produktion zu ermitteln, die mit realen Kennzahlen dann verglichen werden können.
Modelle können genutzt werden, um Maßnahmen zu planen und ihren Einfluss auf das System zu überprüfen. Ökonomische oder ökologische Bewertungen können darauf aufbauen und die Entscheidungsfindung unterstützen. Im Bereich der Ressourceneffizienz ist die Modellierung mit so genannten Stoffstromnetzen üblich, einer speziellen Form der Darstellung von Material- und Energiestromsystemen. Verbreitete kommerzielle Software-Programme sind z.B. Umberto® oder Audit®.
Das kann man mit Einmalerhebungen punktuell feststellen, und man kann es durch kontinuierliche Verbrauchsmessungen ständig machen. Letzteres erfordert einen instrumentellen Aufwand, der bei Neuanlagen oder größeren Umbauten auf jeden Fall zu empfehlen ist. So können die Verbrauchswerte systematisch verfolgt werden und der Analyse dienen.


