LEITIDEE UND ERGEBNISSE

Der Kompetenzatlas zeichnen ein detailliertes Bild der baden-württembergischen Unternehmenslandschaft und deren Leistungsfähigkeit im Bereich der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz.

Unternehmensbefragung und webbasierter Blick in die Umwelttechnikbranche

Die umfassende Darstellung der Unternehmens- und Forschungslandschaft im Bereich Umwelttechnik und Ressourceneffizienz steht allen Interessierten offen.

Im Kompetenzatlas können Unternehmen ihre Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umfassend darstellen und präsentieren. Der Zugriff auf den Kompetenzatlas bietet geeignete Suchfunktionalitäten und führt so potenzielle Kunden in Zukunftgezielt zu diesen Unternehmen. Zudem kann der Kompetenzatlas die Partnersuche und Konsortialbildung im Akquisitionsprozess unterstützen sowie für gemeinsame Projekte genutzt werden. Der Kompetenzatlas soll auch für Standortmarketing und zu Werbezwecken im In- und Ausland eingesetzt werden. Darüber hinaus soll der Kompetenzatlas auch eine wertvolle Hilfe bei der Entwicklung von Instrumenten zur gezielten Innovationsförderung im Land sein.

Der Umwelttechnikatlas ist ein umfassendes Informationssystem, mit dem weitergehende Analysen möglich sind. Dabei werden auch Wertschöpfungsketten und Systemlösungen, d. h. die Zusammenführung einzelner Komponenten zu komplexen systemischen Umwelttechniklösungen, abgebildet.  Daher wurde ein zweigliedriger Aufbau des Systems konzipiert:

  1. Ein Informationssystem mit Daten zu baden-württembergischen Unternehmen und deren Geschäftsfeldern und Produkten sowie zu den FuE-Einrichtungen des Landes mit ihren jeweiligen Forschungsschwerpunkten. Es lassen sich individuelle Unternehmensprofile abrufen, nach verschiedenen Haupt- und Unterkategorien filtern und nach vielfältigen Kriterien aggregieren. Durch eine Freitextsuche ist eine besonders hohe Flexibilitätgegeben.

  2. Ein Informationssystem mit Daten zu Geschäftslage, Handelsbeziehungen, Innovationsmanagement, Wettbewerbssituation und Entwicklung der Querschnittsbranche insgesamt, welches weitergehende Auswertungen zulässt. Die Daten stehen in aggregierter Form für Analysen zur Verfügung. Durch die Befragung über mehrere Jahre werden zeitliche Änderungen erfasst. Standardisierte Abfragen und Analysen einschließlich grafischer Aufbereitung sind in dem Informationssystem implementiert.

Mehrwert und Nutzen für die Unternehmen:
  1. Präsentationsplattform für Unternehmen und ihre Produkte
  2. Bildung von Partnerschaften und Kooperationen
  3. Bildung von schlagkräftigeren Bietergemeinschaften für die Inlands- und Auslandsakquise
  4. Einheitliche und überzeugende Darstellung Baden-Württembergs als Kompetenzregion für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz zur Unterstützungbei der Auslandsakquise
  5. Einflussnahmen auf die Förderpolitik des Landes


Ergebnisse
Der Kompetenzatlas liefert Daten und Analysen für die baden-württembergische Querschnittsbranche Umwelttechnik und Ressourceneffizienz und zeigt die dazugehörigen Forschungsschwerpunkte im Land auf.

Zur Strukturierung der Umwelttechnikbranche wurden sechs Leitmärkte festgelegt, denen sich die Unternehmen primär zuordnen:
  1. Rohstoff- und Materialeffizienz
  2. Nachhaltige Wasserwirtschaft
  3. Kreislaufwirtschaft, Abfall, Recycling, Emissionsreduktion, Bodenschutz
  4. Energieeffizienz
  5. Nachhaltige Mobilität
  6. Umweltfreundliche Energieerzeugung und -speicherung

Anschließend stehen weitere 121 detaillierte Technologiefelder zur Eingrenzung zur Verfügung. Umspezifische Angebote und Nachfragen optimal zu erfassen, besteht die Möglichkeit der Freitexteingabe und -suche.

Querschnittsbranche:
Die Befragung ergibt ein detailliertes Bild der sehr heterogenen Querschnittsbranche, wenn gleich sie nach streng wissenschaftlichen Regeln nicht als eine repräsentative Stichprobe zu werten ist. Analysen lassen sich zu folgenden Fragen durchführen und mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen:

  • Welche Leitmärkte dominieren die Wertschöpfung in Baden-Württemberg?
  • Welche Leitmärkte haben die größten Potenziale für das Land?
  • Welcher Anteil der Unternehmen kommt nicht aus dem engeren Kreis der Umwelttechnikbranche, sondern aus anderen Branchen wie z. B. Maschinenbau?
  • Wird die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung über Planung, Produktion und Beratung in Baden-Württemberg abgedeckt?
  • Wie hoch ist der Anteil von Dienstleistungsunternehmen im Land?
  • Wie verteilt sich die Unternehmensgröße auf die Leitmärkte und wie hoch ist der Anteil von klein- und mittelständischen Unternehmen?
  • Waren die Unternehmen im Krisenjahr 2009 profitabel und wenn ja, wie viele?
  • Wie sehen die Unternehmen ihre Umsatzentwicklung und ihr Wachstum?
  • Wie hoch ist die FuE-Quote in der Querschnittsbranche?
  • Welche Beschaffungs- und Umsatzmärkte werden bevorzugt und wie hoch ist der Grad der Internationalisierung?
  • Welche Stärken und Schwächen haben die Unternehmen im Vergleich zu Wettbewerbern?